2006-08-17-Bericht

Der Andomedanebel M31

Doppelsternhaufen h & chi Persei (NGC 869 und NGC 884)

Es war eine sehr spontane Aktion. Um etwa 18:00 rief mich Reinhard an, sagte mir er fährt Beobachten auf die Hohe Wand. Da konnte ich nicht nein sagen und bin um 19:30 von Wien aus aufgebrochen. In Baden habe ich dann meine Ausrüstung ins Auto gepackt und bin ebenfalls auf die Hohe Wand auf den Parkplatz beim Tiergehege gefahren, wo Reinhard schon sein Teleskop aufgebaut hatte.
Der Himmel war wolkenlos, es war etwas windig, was aber gegen den Tau half.
Nachdem ich mein Teleskop aufgebaut hatte, richtete ich es mit dem Polsucher aus. Ich habe jetzt wieder meinen "alten" Polsucher in Verwendung, da dieser nur falsch eingebaut war. (siehe Polsucherproblem)
Ich hatte mir für diesen Abend zwei Objekte vorgenommen: Den [[M31|Andromedanebel M31] und den Ringnebel M57. M57 habe ich zwar schon einmal aufgenommen, ich finde aber das diese Aufnahme verbesserungswürdig ist.
Reinhard hatte vor mit seiner Analogen Kamera, einem 400mm Teleobjektiv und einem UHC-Filter den Nordamerikanebel NGC7000 eine Stunde lang zu belichten.

Für die Aufnahme des Andromedanebel konnte ich mir von Reinhard ein beleuchtetes Fadenkreuzokular ausborgen, mit dessen Hilfe ich genauer Nachführen konnte. Es entstanden 2 Piggybackaufnahmen bei 76mm mit ISO 400, 30 min. und 15 min. die ich per Registax addiert und mit Photoshop bearbeitet habe. Ich habe festgestellt, dass ab einer Belichtungszeit von 15 min. das Bild nicht merklich besser wird, da das Bild einfach nur mehr heller wird, aber keine Kontraststeigerung mehr erfolgt. Ich werde meine Aufnahmemethodik daraufhin ändern, dass ich mehrere 15 min. Belichtungen addiere. Das minimiert zudem das Risiko einer verpatzen Aufnahme.

Der Ringnebel M57 wollte sich an diesem Abend nicht aufnehmen lassen. Ich fand ihn leicht, scheiterte aber an dem Punkt wo ich die Kamera angeschlossen hatte und durch den Sucher der Kamera fokussieren wollte: Es war einfach nur schwarz. Ich ging den gesamten Fokus mehrmals durch, konnte aber nichts erkennen. Nachdem ich das ganze System überprüft hatte und sich noch immer nichts zeigen wollte, gab ich es auf. Ich habe ihn dann noch einige Zeit visuell Beobachtet (und durfte auch einige von Reinhards Okularen ausprobieren!) und mir dann ein anderes Objekt gesucht.

Ich blieb bei h und chi Persei hängen. Dieser Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus war im Teleskop ein sehr schöner Anblick, dass ich ihn kurzerhand Aufgenommen habe. Ich habe wieder Piggyback bei 76mm und ISO 400 fotografiert. Diesesmal wurden es 14 Stück 30sec. Belichtungen die mit Registax addiert und mit Photoshop bearbeitet wurden. Währenddessen zogen leider die ersten Wolkenbänder auf und der Wind wurde stärker.

Um 01:30 packten wir zusammen da mittlerweile auch der Mond aufgegangen war.