2006-12-22-Bericht

Orionnebel M42 5x60s 31x30s

An diesem Freitag vor Weihnachten fuhr ich wieder auf die Hohe Wand. Oben angekommen, fern von jedem Weihnachtsstress musste ich feststellen, dass der Winter mancher Orts schon angekommen ist: es lagen 2cm Schnee auf dem Parkplatz. Nach dem ich mein Teleskop aufgebaut hatte und mit dem Einscheinern begann, kam ein weiterer Hobbyastronom namens Reinhard an. Kurze Zeit später kam auch noch Christian an. Mit dieser Verstärkung ging es dann ans Werk: M42, der Orionnebel war das Objekt der Begierde. Während ich das Teleskop weiter ausrichtete, fielen mir die vielen Sternschnuppen auf, die sich nahezu andauernd zeigten. Nach einem Blick in die Literatur wusste ich: das sind die Ursiden! Und die hatten zufälligerweise genau an diesem Abend um Mitternacht ihr Maximum! Mit dabei waren auch einige größere Brocken, die fast eine Sekunde lang ihre glühende Spur über den Himmel zogen. Da vergingen die 1,5 Stunden des Einscheinerns viel schneller.
Als das Teleksop dann einigermaßen ausgerichtet war, ging es dann zur Aufnahme weiter. Es entstanden 47 Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen:
5 x 60sec. bei ISO 1600
17 x 30sec. bei ISO 1600
12 x 30sec. bei ISO 800
5 x 30sec. bei ISO 400
8 x 30sec. bei ISO 200

Für die Bildbearbeitung wurden dann 46 Aufnahmen verwendet, weil bei einer leider Strichspuren sichtbar waren (wer hat da am Teleskop gerüttelt?? *gg*). Ich habe die Bilder in Ebenen übereinandergelegt: die ISO 1600 sind quasi "unten", dann habe ich die ISO 800 darübergelegt, dann die ISO 400 und zum Schluss ide ISO 200 Aufnahmen. Damit wollte ich das "Ausbrennen" des helleren Zentralbereichs verhindern.
Als ich diese Aufnahmen gemacht hatte, wollte ich als Draufgabe noch das Galaxienpaar M81/M82 aufnehmen. Als ich die beiden dann aufgesucht hatte, musste ich feststellen, dass mir die Optik trotz Taukappe schon zur Hälfte zugefroren war. Damit war nun kein Rennen mehr zu machen, also beschloss ich mich mit dem Orionnebel zufrieden zu geben und einzupacken.

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