2007-06-21-Bericht

Herkulessternhaufen M13

Laut diversen Angaben, sei es aus Büchern oder dem Internet, sind für den Raum Wien folgende Zeiten angegeben worden: astronomisches Dämmerungsende: 00:14; astronomischer Dämmerungsbeginn: 01:45.

Michael und ich konnten trotz der kurzen Dunkelheit dem schönen Wetter einfach nicht wiederstehen und sind am Dienstag auf die Hohe Wand zum Fotografieren gefahren. Wir mussten beide am nächsten Tag arbeiten, aber es war schon zu lange her, seit dem letzten Besuch da oben. *süchtel*
Um 22:00 waren wir dann oben, mitten in der Dämmerung. Die Teleskope aufbauend, mussten wir feststellen, dass es bereits um 23:30 schon so dunkel war, dass man Aufnahmen starten konnte.
Ich habe also ziemlich genau um Mitternacht die erste Belichtung von M13 gestartet. Es war das übliche Setup: Canon EOS 350D fokal am C8, die S/W Webcam (SC1) durfte fokal am Exzenter durch den 102/1000 Refraktor per Guidemaster nachführen. So entstanden dann die nächsten zweieindhalb Stunden Belichtungen mit 10x300s und und 10x420s bei ISO 400.
Das Seeing war nicht schlecht, die Nachführung zeigte eine durchschnittliche Abweichung von 2", mit kurzen Maxima von 3". Am Ende haben Michael und ich festgestellt, dass es für eine der kürzesten Nächte sehr lange - fast 3 Stunden dunkel genug war um zu Fotografieren. Das hatten wir nicht erwartet!
Die Aufnahmen habe ich mit Fitswork und PS CS2 bearbeitet, das Bild habe ich nicht verkleinert, nur ausgeschnitten.

Und so habe ich M13, diesen wunderschön bunten Sternhaufen, der 22.800 Lichtjahre von der Erde entfernt einige 100.000 Sterne in sich ballt in einer der kürzesten Nächte fotografiert.


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