2007-11-04-Bericht

NGC7331 ist eine schöne Galaxie im Sternbild Pegasus. Aufgenommen am 16.09.2007 und insgesamt 2 Stunden und 10min. belichtet zeigen sich auch diverse Hintergrundgalaxien. NGC7331 selbst ist etwa 49 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, die Hintergrundgalaxien NGC7335, NGC7336, NGC7337 und NGC3740 dürften noch weiter enfernt sein.


NGC206 wurde am 15. und 16.10.2007 in Summe 12 mal 600s belichtet. Die Aufnahme habe ich diesmal schwarz-weiß ausgearbeitet und ausserdem eine invertierte Version erstellt. NGC206 ist eine riesige Sternenwolke in der Andromedagalaxie M31, der Nachbargalaxie unserer Milchstrasse. Die Sternansammlung ist etwa 2,9 Millionen Lichtjahre entfernt. Das Bemerkenswerte an der Aufnahme ist, dass man bei der invertierten Version einen sogenannten Cepheiden erkennen kann. Ich habe dazu eine Markierung eingefügt um ihn zu finden. Zugegeben, es ist nur ein schwacher Lichtpunkt, aber es handelt sich dabei um einen Stern in einer anderen Galaxie!!! Cepheiden werden zu Entfernungsbestimmung herangezogen - man nennt sie auch Pulsationsveränderliche. Sie ändern innerhalb von ein paar Tagen ihre Helligkeit messbar. Die äußere Hülle des Riesensterns (und das sind alle Cepheiden) absorbiert dabei die abgegebene Strahlung und heizt sich auf. Dabei expandiert der Stern um einige Millionen Kilometer im Durchmesser, wird heißer und ändert damit auch seine Helligkeit. Wenn die Hülle wieder dünner wird, kühlt sich der Stern wieder ab und schrumpft unter seiner eigenen Gravitation zusammen, bis die Hülle wieder anfängt Strahlung zu absorbieren.
Diese regelmäßigen Helligkeitsänderungen machen sich Astronomen zunutze um daraus die absolute Helligkeit zu ermitteln und dann auf die Entfernung zu schließen. Man nennt die Cepheiden daher auch "Standardkerzen".

-Robert


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