Brachymedial2009

2010-05-24

Der Okularauszug entsteht

In der Bastelecke tut sich wieder was!

Der Feinschliff mit dem Karbo 180 ist fertig und der Okularauszug entsteht.
Die Linsen warten nun geduldig auf das Karbo 320, mit dem es demnächst weiter gehen wird. In der Zwischenzeit habe ich mich um die Drehteile für den Okularauszug gekümmert. Nein, ich hab sie nicht selbst gedreht - dafür fehlt mir Werkzeug und know-how. Statt dessen habe ich sie machen lassen, halt die klassische "ich-kenn'-wen-der-kennt-wen" Tour.

Danke Alex!

Jetzt sieht man schon schön langsam, wie der Auszug aussehen wird. Kurz die Eckdaten:
- 4 Zoll freie Öffnung
- Hub von 25mm
- Hub im µm-Bereich verstellbar
- laut Planung ca. 1 kg Gesamtgewicht

Vorerst wird er keine Motorisierung erhalten, die wird wenn notwendig später nachgereicht. der extrem feine Trieb wird durch eine Mikrometerschraube erreicht. Die auf dem Foto zu sehenden Federstahlbleche drücken die zwei Auszugsplatten auseinander. Die Mikrometerschraube wird diese aber auf der richtigen Distanz halten. Der Vorteil: keine notwendigen Lagerungen (ausgenommen, das Innere der MM-Schraube).

Der harte Teil kommt aber noch:
Jedes Federstahlblech (36 an der Zahl) muss mit je 4 Schrauben am Auszug befestigt werden. Das macht unterm Strich 144 Bohrungen für Schrauben inkl. Gewinde schneiden. Die Bleche müssen natürlich noch auf Größe angepasst werden, die Seitenteile, sowie die beiden Platten müssen noch stärker angefast werden. Ist also noch ein gutes Stück Arbeit...

Grundteile des Auszugs






-Robert

2010-03-09

Feinschliff I

Der Feinschliff ist schon ein Stück weit voran geschritten. Momentan arbeite ich mit dem Feinschleiftool und dem Karbo 180 an der Manginlinse - genauer gesagt an dessen konkaven Seite. Die Objektivlinse ist auf beiden Seiten mit dem Karbo 180 ausgeschliffen - und sphärisch.
Dazwischen habe ich (mit der Unterstützung meiner Freundin) 7 Gipstools für die Politur gegossen. Je zwei für die Objektivlinse (Linse + Passglas) und drei für die Manginlinse (da ist nur je ein Tool für die konvexe Seite + Passglas sowie ein Tool für die konkave Seite notwendig). Diese trocknen zur Zeit noch aus und werden anschließend mit Lack und Epoxid versiegelt.


2009-11-08

Grobschliff beendet

Nach 24 Stunden und 30 Minuten konnte ich den Grboschliff beider Linsen beenden. Der größte Brocken war der Manginspiegel, bzw. dessen Vorderseite. Der Manginspiegel wurde insgesamt 17 Stunden bearbeitet, der Rest der Zeit entfällt auf die Objektivlinse. Der Manginspiegel hat auf der konkaven Seite 7,55mm Pfeiltiefe, auf der konvexen 2,6mm Pfeilhöhe. In Summe hat er dadurch 685g Glas abgegeben, das durch mühsame Schleiferei in Form von Schleifschlamm weggearbeitet wurde. Die Objektivlinse dagegen konnte in 7 Stunden 30 Minuten für beide Seiten (2,35mm und 1,30mm Pfeilhöhen) grob geschliffen werden.

Nachdem nun die Oberflächen alle soweit sphärisch sind und die benötigten Krümmungsradien annähernd erreicht wurden, kann ich jetzt zur nächsten Korngröße (K180) weiter gehen um damit die Krümmungsradien exakt einzustellen. Das notwendige Tool für die konkave Seite des Manginspiegels (die einzige Oberfläche, die nicht mit einer Glasschleifschale bearbeitet wird) baue ich gerade. Es wird ein Fliesentool, dass aus einem Hartgipsabdruck der konkaven Seite besteht auf dem dann Fliesenstücke aufgeklebt werden. Der Gips wird voher noch mit Lack versiegelt um das Tool haltbarer zu machen und die Glasoberfläche vor Gipsbröseln zu beschützen (das würde zu Kratzern führen).

- Robert

2009-07-08

Grobschliff I

Nach 4 Stunden Grobschliff mit dem Washertool sieht man schon den ersten Fortschritt - die Kronglasscheibe musste schon den ersten Millimeter am Rand lassen. Das Washertool ist eine Gipsnachbildung der Schleifschale, welche mit Epoxidharz versiegelt und mit vielen Beilagscheiben beklebt wurde. Damit schreitet der Grobschliff schneller voran und ich kann die "Rückseite" des Manginspiegels grob an die vorgefräste Schleifschale anpassen. Dadurch fällt später der eigentliche Grobschliff mit der Schleifschale leichter.

Auf dem Foto sieht man die "Rückseite" des Manginspiegels - also die Seite, die später einmal mit Aluminium bedampft wird. Es ist eine konvexe Fläche, die am Rand schon einen Millimeter tiefer liegt als das Zentrum. Da das Washertool der gewünschten Form ähnlich sieht (nur eben das Gegenstück, also konkav ist) wird beim Schleifen bisher nur der Rand angegriffen.


-Robert

2009-06-22

Startschuss

Mit heute ist das Teleskop-Bauprojekt eröffnet:

Ich habe heute das erste mal die Linsen bearbeitet. Auch wenn es nur ein Vorbereitungsschritt war - es ist etwas Glas weggeschliffen worden *g*. Genauer gesagt, habe ich alle beide Schleifschalen für die Frontlinse, die Schleifschale für die "Rückseite" des Manginspiegels und die beiden Kronglasscheiben, die ja einmal die Linsen bilden werden mit einer 1mm breiten Fase versehen. Das hat etwa 2h in Anspruch genommen.
Ab jetzt sollte es keine Muschelbrüche mehr geben!

Hab noch ein Foto vor dem Fasen:


-Robert

2009-02-24

Das Rohmaterial

Schön langsam reift die Idee des neuen ATM-Projektes:

Zwei 200mm/20mm Floatglasscheiben haben ihren Weg zu mir gefunden, nachdem sie aus einer größeren Platte bei der Firma Pega-Cut mit der mir bisher unbekannten Wasserstrahlschneidetechnik geschnitten wurden. Sie werden die Schleifschalen für die Frontlinse bilden.
Die Glasbarren (240x360x30mm) für die Frontlinse und den Manginspiegel wurden heute in Japan bestellt und treten demnächst eine 6-wöchige Schiffsreise an ;-)
Die Schleifschale (200x25mm Borofloatglas) für die konvexe Seite des Manginspiegel wurde bei Stathis Kafalis bestellt und sollte zur Zeit am Weg zu Dieter Martini sein, der sie für mich vorfräsen wird. Die Schleifschale hat ja immerhin eine Pfeiltiefe von 5mm (was für eine Suppenschüssel *g*)

Und da ich wegen oben genannter Gründe noch nichts mit dem Glas selber anstellen kann, habe ich mich einmal hingesetzt und eine 3D-Skizze des zukünfigen Werkstückes gemacht.

Der hintere, geschlossene Teil beeinhaltet den Manginspiegel in einer Ringfassung, die Feldlinse sitzt an der mittleren Verstrebung. Dort ist auch der Helicalauszug untergebracht (hellgrau), in weiterer Folge kommt dann die gekühlte CCD-Kamera (schwarz), die ja eine QHY8-Pro sein soll. Diese hat nämlich ein zylindrisches Gehäuse. Vorne ist dann noch die Frontlinse ebenfalls in einer Ringfassung befestigt. In die Linse wird ein Loch geschnitten (wahrscheinlich wieder bei Pega-Cut) durch die dann der Abluftstrom der Kamera entweichen kann, ohne mir die Linse zu erwärmen.

-Robert

2009-01-29

Pläne...

Neues Jahr, neues ATM-Projekt:

8" Brachymedial, f/2,9 (=580mm Brennweite).
Fotografische Edeloptik mit 4° beinahe vollkorrigiertem Bildfeld.

Das Brachymedial besteht aus einer bikonvexen Korrektorplatte, einem Manginspiegel und einer Feldlinse. Letztere wird aber gekauft.
Das bedeutet, ich darf zum ersten mal Linsen schleifen!

Zur Zeit wird erst das notwendige Schleifmaterial und Glas besorgt (Danke Wolfi!)

Nachfolgende Grafiken wurden ebenfalls von Wolfgang gemacht - man erkennt schön die Feldkorrektur und den optischen Aufbau:


Brachy Medial
Brachy Medial


Updates werden folgen...

-Robert