G-11

Schwere Montierung Losmandy G-11

Das ist sie, die neue Montierung. Trägt Gerätschaften bis zu 30kg Instrumentgweicht und wiegt eben so viel! Und das noch ohne Gegengewicht!!!
So wie es auf dem Foto dasteht (mit dem C8), wiegt alles zusammen 53kg! Da kann auch gern mal der Wind gehen *gg*.

Die Montierung bringt einige neue Features mit sich:
1) "PEC" - Ausgleich des periodischen Schneckenfehlers in Rektaszension
2) Getriebespielausgleich in Deklination
3) Angenehme Rutschkupplungen
4) einen sehr guten beleuchteten Polsucher

Der Transport der Montierung gestaltet sich für so eine stabile Montierung vergleisweise leicht. Das massive Stativ kann in 4 Teile zerlegt werden. Dazu werden die 3 Stativbeine abgenommen, übrig bleibt das Kreuz mit dem Steuercomputer. Das fast 10kg schwere Gegengewicht wird natürlich abgenommen, auch die Gegengewichtsstange (immerhin 2kg schwer!) wird ebenfalls abgeschraubt. Nach einiger Übung kann ich die Montierung innerhalb von 15 Minuten aufstellen und mit dem Polsucher so ausrichten, dass bei 2000mm Brennweite Belichtungen bis zu 60 Sekunden ohne Nachführkontrolle möglich sind!

Will man die Genauigkeit noch etwas steigern, kann man die PEC-Funktion aktivieren. Dazu muss man 4 Minuten lange mittels Fadenkreuz einen Stern nachführen. Es sind jedoch nur die Korrekturen in Rektaszension wichtig. Dieser Korrekturen merkt sich die Steuerung und korrigiert anschließend von selbst.
Warum braucht man sowas?
Jedes Schneckengetriebe hat gewisse mechanische Fehler. Die sind durch die Fertigung bedingt. Nebenbei gesagt sind diese Fehler bei der G-11 ohnehin schon klein. Dieser Fehler macht sich durch eine leichte Pendelbewegung des Sterns entlang der RA-Achse bemerkbar. Nach exakt 4 Minuten hat die Schnecke der RA-Achse eine volle umdrehung hinter sich. Wenn man also der Steuerung zeigt, wie zu korrigieren ist, kann sie es anschließend von alleine korrigieren und der Fehler ist scheinbar verschwunden - er wird ab dann von der Elektronik ausgeglichen.