Montierung

Synta EQ-5

Die Montierung ist bei einem Teleskop mindestens genauso wichtig wie die Optik selbst. Das beste und größte Teleskop nützt ohne einer stabilen Montierung nichts. Gerade bei der Astrofotographie ist daher eine solide Basis unablässig, da ansonsten kaum brauchbare Aufnahmen gelingen.

Ich persönlich habe mich für die Synta EQ-5 entschieden.
Sie stellt eine stabile aber mit 4,4kg eine transportable Montierung dar, die für die "Gewichtsklasse" eines C8 geeignet ist. Leider stößt die Montierung bei der Astrofotografie mit einem 8" Teleskop schon an ihre Grenzen. Sehr lange Belichtungszeiten sind nur bei sehr ruhiger Luft möglich, da ansonsten die Aufnhame verwackelt wird.

Die Montierung hat eine elektrische Nachführung in beiden Achsen, sowie einen Polsucher der (leider) nicht beleuchtet ist. Eines Tages werde ich den Polsucher durch einen beleuchteten ersetzen, da es das Ausrichten auf den Polarstern bequemer macht.


Polsucher

Jetzt habe ich endlich die Bedienung und Justage des Polsuchers gelernt, da ist mir nach einigen Beobachtungsnächten ein Detail aufgefallen, das sehr Nervenraubend ist.

Der Originalpolsucher der Syntha EQ-5 ist ein einfacher, unbeleuchteter Polsucher. Er hat in seinem Strahlengang ein Fadenkreuz eingezeichnet, um dessen Zentrum ein Kreis steht. Auf diesem Kreis ist ein kleiner Ring, der gerade groß genug ist, um einen Stern darin zu positionieren. Bei der Ausrichtung der Montierung wird zunächst über die Teilkreise auf der Montierung die lokale Zeit und das Datum eingestellt (es gibt einen "Monatsring" und einen "Zeitring"). Wenn es z.B. 22:00 am 21.Juli ist, so dreht man (nach erfolgter 0-Stellung) die Rektaszensions-Achse so lange, das die Uhrzeit 22:00 mit dem 21.07. übereinander steht. (es gibt pro Monat nur wenige Zwischenteilungen - schätzen ist angesagt!) Nun hat man den Kreis im Polsucher und damit den kleinen Ring mit gedreht, sodass sich dieser auf der "richtigen" Position befindet. Jetzt braucht man "nur" mehr Polaris in diesen Ring bringen, indem man mit den Feinverstellungsmöglichkeiten der Montierung, diese bewegt.

Klingt soweit machbar. Das Problem ist, das der Polsucher ebenfalls justiert sein muss. Der Originalpolsucher ist nämlich nur mit drei kleinen Schrauben am hinteren Ende befestigt, und da er kleiner ist, als die Öffnung, in der er steckt, kann er sich am anderen Ende leicht bewegen. Das sollte normalerweise nicht der Fall sein, wenn man die Schrauben gut genug anzieht. Aber mit der Zeit werden diese locker und eines Abends bei der Ausrichtung der Montierung -schwupps- schon ist es passiert: der Polsucher hat sich in der Öffnung bewegt und ist nicht mehr justiert. Das passiert ganz leicht, wenn man mit dem Gesicht, oder den Händen am Polsucher ankommt. Dann heißt es: Polsucher neu justieren. Eine Zeit- und Nervenraubende Angelegenheit.

Mir ist das jetzt schon zwei mal hintereinander passiert, obwohl ich die Schrauben nach dem ersten Mal wieder gut festgezogen habe. Darum habe ich jetzt beschlossen, einen neuen Polsucher zu kaufen, der das "Schraubenproblem" nicht hat.




2007-02-16-Montierung